Monat: Juni 2026

  • Heiße Erfahrungen bei der Dt. Meisterschaft im 24-h-Lauf

    Krisenmanagement in Delmenhorst durch Michael Krüger

    Die Deutschen Meisterschaften im 24-Stunden-Lauf hatten in diesem Jahr alles zu bieten – außer läuferfreundliches Wetter. Im Rahmen des 22. Burginsellaufs in Delmenhorst erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem rund 1,3 Kilometer langen Rundkurs entlang der Burginsel und der Graftwiesen eine echte Hitzeschlacht. Bei Temperaturen bis zu 36 Grad und selbst nachts nicht unter 25 Grad wurden Mensch und Material bis an ihre Grenzen gefordert. Während andere Laufveranstaltungen aufgrund der Wetterlage abgesagt wurden, fiel in Delmenhorst pünktlich am Samstag, dem 27. Juni 2026, um 12 Uhr mittags der Startschuss.

    Für die LSG Karlsruhe stand mit Michael Krüger ein einziger Athlet am Start. Die Vorbereitung konnte sich sehen lassen: Vier Ultralangstreckenläufe innerhalb der vergangenen fünf Monate bildeten eine solide Grundlage für das große Saisonziel.

    Doch ein 24-Stunden-Lauf schreibt seine eigenen Geschichten. Nach etwa fünf Stunden traf Michael völlig unerwartet eine doppelte Krise: Gleichzeitig setzten heftige Wadenkrämpfe in beiden Beinen ein. An Weiterlaufen war zunächst kaum zu denken. Entsprechend groß war die Enttäuschung, und erstmals stand sogar ein vorzeitiger Rennabbruch im Raum.

    In dieser schwierigen Phase half ein motivierendes Telefonat mit Harald. Gemeinsam wurde nach möglichen Ursachen gesucht. Schließlich fiel der Verdacht auf die Kompressionsstrümpfe, mit denen Michael zwar bislang stets gute Erfahrungen gemacht hatte, die an diesem extrem heißen Tag jedoch möglicherweise genau das Gegenteil bewirkten. Nach einer längeren Pause entspannten sich die Waden wieder soweit, dass der Lauf fortgesetzt werden konnte.

    Die nächste Herausforderung ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Mit zunehmender Belastung verweigerte der Magen nahezu jede Nahrungsaufnahme – einzig Cola blieb als Energiequelle noch akzeptabel. Auch das gehört zum Ultralaufen: Irgendwann geht es längst nicht mehr um Tempo, sondern nur noch darum, den Körper irgendwie am Laufen zu halten.

    Zu diesem Zeitpunkt lag Michael auf Rang 4 in der DM-Wertung der M60.

    Nach rund 15 Stunden folgte schließlich der nächste Einschnitt. Ein schweres Gewitter mit Blitz und Donner zwang den Veranstalter zu einer rund zweieinhalbstündigen Unterbrechung des Rennens. Die Sicherheit der Teilnehmer hatte selbstverständlich Vorrang. Dadurch verkürzte sich die tatsächliche Laufzeit auf lediglich 21,5 Stunden – ein Umstand, der zusammen mit den extremen Temperaturen die insgesamt eher niedrigen Kilometerleistungen der Ergebnisliste erklärt.

    Nach dieser Zwangspause entschied sich Michael, nicht mehr auf die Strecke zurückzukehren. Am Ende standen dennoch beachtliche 96,554 Kilometer zu Buche. Damit belegte er Rang 6 der Deutschen Meisterschaft in der Altersklasse M60 sowie Rang 8 der offenen Gesamtwertung.

    Natürlich könnte man den Lauf formal als „DNF“ einordnen. Ob dieser Begriff den Leistungen unter diesen außergewöhnlichen Bedingungen wirklich gerecht wird, darf jedoch jede und jeder selbst beurteilen. Gerade Ultraläufe zeigen, dass sportlicher Erfolg nicht ausschließlich in einer Zielankunft besteht. Wer sich stundenlang durch Hitze, körperliche Probleme und mentale Tiefpunkte kämpft, beweist Eigenschaften, die weit über reine Kilometerzahlen hinausgehen. Krisenmanagement ist im Ultralauf keine Randnotiz – es ist eine eigene Disziplin.

    Den Gesamtsieg der Frauen sicherte sich Katrin Ochs mit 202,469 Kilometern. Bei den Männern gewann Matthias Krah mit 211,884 Kilometern.

    Herzlichen Glückwunsch an alle Läuferinnen und Läufer, die sich dieser außergewöhnlichen Herausforderung gestellt haben!

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    Ergebnisse AK-Wertung Dt. Meisterschaft: https://portal.run-timing.de/916/results#1_E73127

  • Feuerwehrlauf Karlsruhe

    Feuerwehrlauf Karlsruhe

    Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Berufsfeuerwehr Karlsruhe fand am Sonntag, 14. Juni 2026, der Feuerwehr Lauf Karlsruhe statt. Die Veranstaltung hatte dabei durchaus Seltenheitswert: Schließlich feiert eine Berufsfeuerwehr nicht jedes Jahr ein solches Jubiläum — vielleicht gibt es die nächste Auflage dann zum 150. oder 200. Geburtstag. ?
    Der 10-km-Lauf führte von der Feuerwache West durch die Günther-Klotz-Anlage bis etwa auf Höhe des Europabads und wieder zurück. Gelaufen wurden zwei Runden. Bei bestem Sonntagswetter war die „Klotze“ entsprechend gut besucht, sodass sich der Start leicht verzögerte, da die Strecke zunächst noch nicht vollständig frei war.
    Für die LSG Karlsruhe war ich als einziger Läufer am Start. Am Ende konnte ich den Lauf in 39:07 min beenden und mich über meinen ersten AK-Sieg freuen. Erwähnenswert ist auch der Sachpreis für die Altersklassensieger: eine Tageskarte für das Europabad inklusive Sauna — eine sehr passende Form der Regeneration nach einem 10-km-Lauf.
    Bilder von Thilo Schmalkoke
  • 18. Volksbank Ettlingen Altstadtlauf – mit prominentem Pacer

    18. Volksbank Ettlingen Altstadtlauf – mit prominentem Pacer

    Er hat den Altstadtlauf nicht gewonnen, aber nicht weil er zu langsam war, sondern weil Simon Stützel zur Überraschung der Mitläuferinnen und Mitläufer den Ballon des 40 Minuten Pacers trug. Begleitet wurde er über die ersten zwei Runden durch die Ettlinger Altstadt von seiner Frau Michaela. In der letzten Runde gab sie dann aber Gas und konnte die Damen Konkurrenz in 39:04 für sich entscheiden. Schnellster Mann war Simon Kühn (33:08). Von den fünf angetretenen LSGlern konnte nur Sven Krause Simons Ballon folgen und erreichte als schnellster LSGler in 39:45 eine Sekunde hinter Simon das Ziel und den sechsten Platz seiner AK M40. Platzieren konnten sich Matthias Spranck mit einem dritten Platz der AK M55 (41:39) und Norbert Irnich erster Platz AK M60 (41:45). Aber auch David Heinig (41:58 PB!) und Josef Kranz (46:15 und vierter Platz M65) erzielten gute Zeiten.

    Der Altstadtlauf ist ein tolles Laufevent in der Region, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Viele Zuschauer an der Strecke, verschiedene DJs, Guggenmusik, eine Afterun Party mit Bewirtung und toller Live Musik und letztendlich eine schnelle und effiziente Siegerehrung sorgen für eine einzigartige Atmosphäre.

    Bilder von Tobias Schmidt, Josef Kranz, David Heinig und Matthias Spranck

    Ergebnisse

  • LSG beim Speecha Lauf

    LSG beim Speecha Lauf

    Der Speecha Lauf in Stutensee Spöck ist nach dem Stutenseer Stadtlauf in Blankenloch der zweite Lauf des Stutensee Cups. Den Cup vervollständigen noch der Topiblütenlauf Staffort am 27 September und der Friedrichstaler Waldlauf am 25 Oktober. Bei der diesjährigen fünften Ausgabe war die LSG durch Tim Hillmer und Heiko Nagel vertreten. Tim trat über 10km an und erzielte in sehr guten 36:11 den zweiten Platz seiner AK M35. Heiko startet über 5km und lief nach guten 22:11 über die Ziellinie. Über 5 km gab es keine Altersklassenwertung und Heiko erreichte den neunten Platz der Männer-Wertung.

    Ergebnisse