Autor: Philipp Löffler

  • 24. Frankfurter Mainova Halbmarathon

    24. Frankfurter Mainova Halbmarathon

    Am Sonntag (22.3.) fand der Frankfurter Halbmarathon statt, in dessen Rahmen auch die Deutschen Meisterschaften über dieselbe Distanz ausgetragen wurden. Mit dabei waren auch drei Vertreter*innen der LSG. Der Wettergott meinte es mit den über 12000 gemeldeten Läufer*innen gut: kühle Temperaturen, trocken und sonnig, dabei kaum Wind. Die Anreise mit dem Auto verlief für uns Durlacher ohne Komplikationen und auch die zunächst als schwierig vermutete Parkplatzsuche erwies sich als gänzlich unproblematisch. Gegen 8:40 waren wir vor Ort, der Weg zum Start war kurz und so hatten wir alle notwendige Zeit, um uns auf das Event einzulassen, Atmosphäre aufzusaugen und die üblichen pre-race Rituale durchzuführen.
    Die Strecke verläuft über einen wirklich schönen, schnellen Kurs. Bis auf ein paar Brücken sind kaum Steigungen zu bewältigen. Start und Ziel des Laufes ist an bzw. später in der Deutschen Bank Arena, der Heimspielstätte der Frankfurter Eintracht. Von dort verläuft der Kurs auf den ersten ca. 8 Kilometern nordöstlich in Richtung Innenstadt, wo man dann vor eindrücklicher Hochhauskulisse und auf dem Weg zu Kilometer 10 eine Schlaufe läuft, um von dort dann – immer am wunderschönen Main entlang – langsam wieder gen Stadion zu laufen. Bis ca. Km 15 konnten dabei alle von leichtem Rückenwind profitieren, bevor es nach den letzten, etwas zähen Wohngebietskilometern wieder ins Stadion ging. Der Zieleinlauf belohnt für alle womöglich erlittenen Strapazen.

    Sieger bei den Männern war erwartungsgemäße Richard Ringer, der sich den deutschen Meistertitel mit einem gesteigerten TDL erlief. 5 Kilometerabschnitte in ca. 3:10-3:05-3:00-2:50/km erlaubten ihm, bei Kilometer 14 die Spitzengruppe einzufangen, um dann souverän in etwas mehr als 1:03 h die Ziellinie zu überqueren. Ähnlich souverän war der Sieg von Esther Pfeifer, die – begleitet von ihrem Mann – in 1:10:49 h ihren ‚Vorbereitungslauf‘ für den Berlin HM beendete. Für die LSG lieferte Norbert Irnich das mit Sicherheit beachtlichste Ergebnis. In 1:30:35 h (netto) verfehlte er den sub1:30 HM nur knapp. Philipp (1:27:40 h netto) und Miriam (1:36:24 h netto) waren nicht ganz so zufrieden mit ihren Läufen, genossen den gemeinsamen Ausflug in der kleinen Gruppe aber genauso, wie die meisten der vielen anderen Läufer*innen, die nach dem Lauf im gut bestückten ‚runners heaven‘ direkt am Stadion die Sonne genossen und den Wettkampf Revue passieren ließen.

    Ergebnisse

  • 34. Badische Meile,11.5.2025

    Zum bereits 34. Mal wurde am vergangenen Sonntag die ‚Badische Meile‘ im Herzen der Karlsruher Innenstadt ausgetragen. Veranstaltender Verein ist die LG Region Karlsruhe, einer Allianz fast aller Karlsruher LA Stammvereine. Wie bereits im Bericht zur Meile 2024 erläutert, ergibt sich die Streckenlänge von 8,8889 Kilometern aus der von Markgraf Carl Friedrich bestimmten Einheit der Landmeile (Details gerne im Bericht 2024 nachlesen). Die Strecke selbst gilt gemeinhein als ‚schnell‘, verläuft sie doch über zumeist breite, wunderbar asphaltierte Hauptstraßen vom Beiertheimer Stadion zunächst Richtung Stadtzentrum – hier werden Naturkundemuseum und ECE Center passiert – und dann die Ettlinger Straße hinunter zum Karlsruher Hauptbahnhof. Hat man es bis dorthin geschafft (ca. KM 5,5), gilt es noch etwas mehr als zwei KM durch die malerische Südweststadt zu absolvieren, bevor man wieder in Richtung Carl-Kaufmann Stadion geleitet wird, wo sich die Läufer*innen, nicht ohne davor noch eine kleine und nicht zu verachtende Steigung zu meistern, nach ihren Strapazen von zahlreichen Zuschauern bewundern bzw. feiern lassen können. Wenn das Wetter wie in diesem Jahr Temperaturen von jenseits der 20 Grad bietet, sind die im Stadion vorhandenen, vielfältigen Erfrischungs- und Verpflegungsmöglichkeit der wohlverdiente Lohn nach verrichteter Laufarbeit. Ich selbst hatte den Eindruck, dass die Entscheidung der LG Region, an der Strecke kein Wasser zu reichen, zwar umweltpolitisch und logistisch astrein war, das Herz-Kreislaufsystem der Einzelnen Läufer*innen vl aber minimal über Gebühr beansprucht wurde. Mir jedenfalls ging es im letzten Drittel des Rennens nicht mehr wirklich gut, aber das mag auch einfach Formschwäche gewesen sein. Ungeachtet dessen überwog der Enthusiasmus aller Startenden und gerade die Atmosphäre im Ziel ist wirklich unnachahmlich. Und das gilt auch bereits für den Vortag, wo zahlreiche Kinderläufe und ein gemeinsamer Jugendlauf ausgetragen werden.

    Sieger bei den Männern war in unangefochtenen 27:19 minSimon Stützel. In 29:29 min ging der Sieg bei den Frauen erwartungsgemäß an Melina Wolf. Die beste Platzierung unter den LSGler*innen erzielte mal wieder Miriam Weishäupl, die mit 35:26 min Gesamtachte wurden. Weitere Starter*innen der LSG waren Philipp Löffler, Fridtjof Siebert, Ralf Hauptmann und William Rimmer. Da manch einer bzw. eine – wie etwas Christoph Hakenes – für die jeweiligen Arbeitgeber starteten, mag man mir ihre Nichterwähnung hier nachsehen. Nichts von alledem ändert jedoch etwas an meinem Fazit (wie jedes Jahr): Die Meile ist, vielleicht auch wegen der überschaubaren Streckenlänge, ein Lauffest für alle Leistungs- und Altersgruppen und nicht zuletzt deswegen ein so bewahrenswertes Event.

    Ergebnisse

  • Ein Potpourri der Sehenswürdigkeiten:  Der Halbmarathon in Heidelberg

    Ein Potpourri der Sehenswürdigkeiten: Der Halbmarathon in Heidelberg

    Der Halbmarathon in Heidelberg sollte – soviel sei bereits im ersten Satz vermerkt – für alle Läufer*innen der Region eine Pflichtveranstaltung werden. Zum einen hat das mit der Strecke selbst zu tun, die wirklich jede touristisch sehenswerte Lokation mit einbezieht; zum andern aber auch mit der unfassbar professionellen Organisation – von Startnummernausgabe, Sanitäranlagen, Zielverpflegung, schneller Siegerehrung, und – wenn auch nicht planbar – einem richtig tollen Publikum. Ein paar ausführliche Worte zur Strecke. Bestzeiten sollten hier nicht versucht werden. Die ca. 370-380 zu bewältigenden Höhenmeter sind dafür einfach zu viel. Und doch ist es eine Traumstrecke. Der Lauf startet auf Höhe der Peterskirche auf der Friedrich-Ebert-Anlage in südlicher Richtung, so dass der erste Kilometer mit etwas Gefälle in Richtung Bismarck-Platz zurückgelegt wird. Daraufhin wird die Fußgängerzone bis zur Alten Brücke durchquert, dort wechselt man die Flussseite und läuft dann – immer noch topfeben – zunächst in Richtung Neuenheim und, im Stadtteil angekommen, ein großzügiges Rechteck durch die schönsten Wohngebietsstraßen bis zum Fuße des Philosophenwegs. Von nun an hat der Lauf einen komplett anderen Charakter. Über drei Kilometer bis zum Streckenhochpunkt werden ca. 190 Höhenmeter mit zum Teil 14 % Steigung absolviert, die dann wiederum genauso brutal abschüssig in Richtung Ziegelhausen hinuntergelaufen werden, wobei es einen massiven, obschon kurzen (800m), 12%-tigen Gegenanstieg zu bewältigen gilt, bevor man wieder auf Flussniveau hinabrattert. Hier nun darf man sich auf ca. 3 nur wenig welligen Kilometern etwas erholen, bis es bei Kilometer 16,5 zum finalen Anstieg in Richtung Heidelberger Schloss geht. Dem Autor des Beitrages ging es da wirklich nicht mehr so ganz gut. Ab Kilometer 19,2 sind dann aber alle Leiden überwunden und man kann auf steilen Wegen hinab in die Altstadt und ins Ziel am Uni-Platz fliegen.
    Am heutigen Sonntag war das Wetter perfekt, die Zuschauer dadurch zahlreich und die Unterstützung mit Bands, DJs und unzähligen originellen Spruchschildern phänomenal. Im Herzen der Altstadt, um das Ziel herum, gab es Bands, lokale Getränke- und Essensstände, und die Hauptbühne war dann auch zügig der Ort für eine sehr schnörkellose, und im Interviewsegment kenntnisreiche Siegerehrung. Ich selbst konnte den Lauf in 1:29:11 min beenden. Simon (Stützel), dem anderen Mitglied der Durlacher Reisegruppe, gelang ein phänomenaler Lauf in 69:30 min (3:16/km), was sowohl Gesamtsieg als auch Streckenrekord bedeutete. Wie die bisherigen Zeilen wohl bereits andeuten, fällt mein Fazit gänzlich positiv aus: der Heidelberg Halbmarathon ist eine Veranstaltung der Extraklasse. Vielleicht finden sich im nächsten Jahr noch andere LSGler*innen, die sich diesem Spektakel stellen möchten.

  • Die LSG in Rheinzabern: Winterlaufserie Teil 3 (20km)

    Die LSG in Rheinzabern: Winterlaufserie Teil 3 (20km)

    Nachdem der 10er und 15er im Dezember und Januar bereits erfolgreich über die Bühne gegangen waren, fand die 41. Auflage der Rheinzaberner Winterlaufserie gestern (9.2.2025) mit dem 20km-Lauf ihr traditionelles Ende. Die Serie ist für viele Läuferinnen und Läufer der Region (und auch darüber hinaus) fester Bestandteil des Wintertrainings, einerseits um Form zu erlangen oder zu testen, andererseits um Bekannte und Freunde aus der Lauf-Community zu treffen und sich auszutauschen. Die Beliebtheit der jedes Jahr bestens organisierten Veranstaltung hält weiter an und so machten sich bei ausgezeichneten Bedingungen auch gestern wieder ganze 804 Starter*innen auf dem Weg, um die 20 Kilometer möglichst zügig zu bewältigen. Für manche ging es zudem um eine Platzierung innerhalb der Serienwertung, die für eingeweihte als Fingerzeig auf eine mögliche Marathonzeit im Frühjahr gilt. Faustregel: Die Summe aller drei Läufe ergibt, was man bei entsprechendem Training über Marathon erzielen kann. Ein Wort zur Strecke: Galt es früher die 10km Strecke einfach zwei Mal zu bewältigen, so wurde die Strecke vor wenigen Jahren verändert und beinhaltet nun einen nicht ganz einfach zu laufenden letzten 5km Abschnitt, der recht wellig über die Felder jenseits der Ortsgrenze wieder zurück zum Stadion führt. Da man sich nach gelaufenen 15 Kilometern normalerweise nie so wirklich richtig frisch fühlt, testet dieser Teil in fast schon provokanter Art und Weise zusätzlich die Willensstärke der Läufer*innen.
    Die LSG war gestern mit 18 Starter*innen vertreten, von denen auch einige die gesamte Serie absolvierten. Mit seinen gestern gelaufenen 1:15:01 h war Michael Lill der mit weitem Abstand schnellste LSGler und seine Serien-Gesamtzeit von 2:47:22 h lassen einen starken Marathon vermuten. Podestplatzierungen erzielten gestern Thomas Dahlinger Dritter M65 in 1:42:06, Miriam Weishäupl, die mit 1:22:49 h zweite der M45 wurde und Peter Beil, der sowohl die 20k (1:34:01 h) als auch die Serie (3:27:41 h) in der M70 sehr deutlich für sich entscheiden konnte. Gerhard Kappes erzielte in 2:06:12 den dritten Platz der AK M75 und den zweiten AK Platz der Cupwertung. Gesamtsieger bei den Männern war mit drei souverän erzielten Streckenrekorden Jan-Lukas Becker, der ab diesem Jahr für Leverkusen starten wird, für die Serie jedoch Sport Jochum vertrat. Seine 2:13:14 h sind beeindruckend genauso wie die von Tanja Hellmann (LG Rülzheim) erlaufenen 2:46:24 h. Fazit: Die Erfolgsgeschichte der Winterlaufserie in Rheinzabern hält an und es ist glücklicherweise nicht davon auszugehen, dass sich dies in den kommenden Jahren groß ändern wird.

    Bildergalerie (Ulrike Hoelz und Ekkehard Gübel)

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