Autor: Philipp Löffler

  • Rheinzabern at its Best

    Rheinzabern at its Best

    Bei exzellenten äußeren Bedingungen fand am gestrigen Sonntag der erste von drei Läufen der Rheinzaberner Winterlaufserie statt. Die Sonne schien und es war fast windstill, als sich bei kühlen 3 Grad genau 1000 Läuferinnen und Läufer anschickten, die 10 km Strecke in Angriff zu nehmen. Darunter befanden sich auch sage und schreibe 20 LSGler*innen. Die Winterlaufserie in Rheinzabern genießt aber nicht allein bei im weitesten Sinne ortsansässigen Sportler*innen große Beliebtheit, sondern ist im gesamten Südwesten wohlbekannt und gerade für Läufer*innen in der Vorbereitung auf einen Frühjahrsmarathon ein wichtiger Gratmesser, gilt doch die Faustregel, dass die addierten Endzeiten der drei Läufe (10km-15km-20km) die dann bei entsprechendem Training mögliche Marathonzeit ergeben.

    Die Strecke selbst ist schnell. Allein ein paar kleinere Nadelöhre gilt es zu überwinden, unter anderem der Wendepunkt nach kurzem aber doch merklichen Anstieg bei ca. Kilometer 9. Die perfekten äußeren Bedingungen führten dann auch dazu, dass die Streckenrekorde geknackt bzw. fast geknackt wurden. Simon Stützel von der LG Region Karlsruhe gewann nach spannendem Zweikampf den Lauf in einer Zeit von exakt 30:00 Minuten und blieb damit gerademal vier Sekunden über dem Streckenrekord. Im Ziel beteuerte er glaubwürdig, den letzten Kilometer in 2:50 min absolviert und damit zumindest auf seiner eigenen Uhr die 30-Minuten Barriere geknackt zu haben, jedoch ist die vermeintliche GPS-Genauigkeit kein Kriterium gegenüber dem Vermessungsprotokoll der Strecke, auch wenn sich das für viele Läufer*innen – nicht nur in Rheinzabern – manchmal unbefriedigend anfühlen mag. Allerdings war dieses Mini-Ärgernis schnell vergessen und die Freude über den tollen Sieg überwog natürlich. Was dem Karlsruher Läufer nicht glückte, gelang Linda Maier vom LAC Passau, die den seit 1999 bestehenden Rekord in einer Zeit von 34:08 Minuten unterbot und sich entsprechend freute.

    Die Leistungsdichte in Rheinzabern ist aber auch ganz allgemein beeindruckend hoch. Ein paar Beispiele: 222 Mal wurde die für Hobbyjogger magische Marke von 40 Minuten unterboten; um als Sieger in der M60 geehrt zu werden, musste man schneller als 37 Minuten laufen; die ersten 10 Finisher der M55 blieben unter 40 Minuten und alle Läuferinnen der W60 blieben unter der Marke von einer Stunde Laufzeit. In dieser illustren Gesellschaft wussten auch die LSGler*innen allesamt zu überzeugen, was sich in einer Vielzahl von tollen AK Platzierungen niederschlug, die hier stellvertretend für den Verein genannt sein sollen. Gerhard Kappes wurde 3. In der M75 in einer Zeit von 58:28; Angelos Svarnas wurde 5. in der M70, die Peter Peil mit exzellenten 44:31 min gewann. Gudrun Schlippe erreichte als 6. der W 65 das Ziel (56:25min) und auch Miriam Weishäupl zeigte sich bereits in hervorragender Winterform (39:57, 3, W45). Schließlich sei noch erwähnt, dass Nikolaos Svarnas im Trikot seines Arbeitgebers (Seeger Wohnkonzepte) mit 36:32 min eine neue PB aufstellte.

    Die Organisation der Veranstaltung war mal wieder rundum gelungen und vor allem die tolle Bewirtung bot für die angereisten Läufer*innen die Gelegenheit, bei Speis und Trank den Lauf in Ruhe nachzubesprechen. Ob es da dann auch schon prognostisch um den nächsten Lauf der Serie über 15 Kilometer im Januar ging, kann nur erahnt werden. Sicher ist jetzt schon, dass auch dann wieder Hundertschaften von motivierten Läufer*innen an der Startlinien stehen werden.

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    Bildergalerie (von Ekkehard Gübel)

  • Gelungener Saisonabschluss im Enztal / BaWü 10 KM Straße

    Gelungener Saisonabschluss im Enztal / BaWü 10 KM Straße

    Zwei Wochen nach der Austragung der Deutschen Meisterschaften im 10 KM Straßenlauf, wurde der selbe Wettbewerb auf Landesebene ausgetragen. Und wieder war ein pitoreskes Städtchen im Nordschwarzwald der Ort der Austragung: Bad Wildbad. Miriam und Philipp nahmen das zum Anlass, die Saison mit einem hart gelaufenen 10er langsam ausklingen zu lassen.

    Bei Miriam war der Sieg in der AK 45 kein unrealistisches Ziel; für Philipp galt es, nach einigen Tempomacherausflügen mal wieder eigene Wettkampfluft zu schnuppern. Er traute sich nach ein paar gelungenen Trainingsläufen eine 37er Zeit zu.

    Die vom Württembergischen Leichtathletikverband veranstalteten Meisterschaften waren eingebettet in den Bad Wildbader Thermenlauf, der neben dem 10-KM Hauptevent diverse Kinderläufe sowie einen 5 Km Firmenlauf anbot. Die Strecke, die es am Samstagnachmittag zu bewältigen galt, lag im sehr schön angelegten Kurpark und erstreckte sich auf einer vier Mal zu durchlaufenden Runde entlang der Enz. Dabei konnte man malerische Natureindrücke sammeln, musste jedoch flussaufwärts eine kaum zu unterschätzende etwa 1,2 km lange Berganpassage absolvieren (etwa 80 HM gesamt), die man dann aber natürlich auch wieder in umgekehrter Richtung bergab laufen durfte. In Kombination mit ein paar engen kurven also eine perfekte Meisterschaftsstrecke, nichts jedoch für die ganz schnellen Zeiten.

    Entsprechend beeindruckend war Miriams Lauf, die nicht nur die AK 45 mit einer Minute Vorsprung für sich entschied sondern deutlich unter 40 Minuten im Bereich Ihrer PB das Ziel erreichte (39:30min). Philipp hatte mit dem Ausgang der AK 40 nichts zu tun – da waren Zeiten von 33 Minuten gefragt – konnte aber im Laufe des Rennens Platz um Platz gutmachen und spurtete mit Blick auf die im Ziel tickende Uhr noch knapp unter die 38er Marke (37:57), was ihn angesichts der Strecke und seines Trainingszustandes sichtbar glücklich machte. Die zweiköpfige LSG-Fraktion hatte starke Karlsruher Begleitung: Die LG Region stellte mit Felix Wammetsberger nicht nur den Gesamtsieger (30:50min) sondern auch in der Mannschaftswertung die Zweitschnellste Delegation.

    Abgesehen von der zeitlich sehr versetzt stattfindenden Siegerehrung, darf man den Bad Wildbader Thermenlauf all denjenigen empfehlen, die malerische Landschaft mit anspruchsvollem Laufen kombinieren wollen. Wenn dann, wie am vergangenen Samstag, das Wetter auch noch entsprechend hervorragend ist, lässt sich eigentlich nichts finden, was die Läuferlaune trüben könnte.

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  • Meisterleistungen an der Nagold

    Meisterleistungen an der Nagold

    Gestern fanden in Bad Liebenzell die Deutschen Meisterschaften im 10 Kilometer Straßenlauf statt. Auf einem 2,5 km langen Rundkurs entlang der Nagold stellen sich in drei Läufen die aus allen Landesteilen angereisten Athletinnen und Athleten ihrer nationalen Konkurrenz.

    Mit dabei war auch eine kleine aber feine Delegation von LSGlern, darunter Miriam Weishäupl und Christoph Hakenes, sowie Philipp Löffler, der allerdings nur in betreuender Funktion am Streckenrand.

    Die Strecke selbst, wie auch das wunderschön gelegene Kurstädtchen, waren der ideale Ort für die Austragung einer solchen Veranstaltung. Kurze Wege, schönes Panorama und ein Zielbereich im Kurgarten, der Urlaubsstimmung aufkommen ließ. Die Organisation war in allen Belangen makellos. Urlaubsgefühle kamen auch bei den immer höher werdenden Außentemperaturen auf, die zum Start des ersten Männerrennens um 11 Uhr bereits knapp 30 Grad betrugen. Entsprechend sorgfältig präparierten sich alle mit Kühlpads, kaltem Wasser und Mützen, bevor es dann auf die Strecke ging. Miriam hatte sich schnell in einer Gruppe von Läuferinnen einsortiert, die alle ihre Kontrahentinnen um den Sieg in der AK 45 beherbergte. Lange Zeit konnte Sie sich Miriam im Windschatten der letztendlichen AK Siegerin Christl Dörschel halten und musste nur auf der letzten Runde ein wenig abreissen lassen. Nach einem bravourösen Rennen kam sie nur wenige Sekunden Später als Vizemeistern in der AK 45 ins Ziel und war entsprechend glücklich (40:22m in). Auch Christoph Hakenes wusste nur eine Woche nach seinem phänomenalen Marathonlauf in der Seniorenausscheidung, die erst um 13 Uhr gestartet wurde, zu überzeugen. Trotz schwerer Beine und mittlerweile großer Hitze kam er nach 36:12 min und sechster in der AK 50 ins Ziel – unter den Umständen eine kaum zu hoch einzuschätzende Leistung.

    Wie zermürbend das Wetter wirklich war zeigte sich auch an der beängstigend hohen Zahl von Athletinnen und Athleten, die völlig entkräftet aus dem Rennen gehen mussten und von Sanitätern am Streckenrand betreut wurden. All die Strapazen waren dann aber schnell vergessen und nach Verzehr von Bio-Burger und kalter Limo ging es dann müde aber glücklich am Nachmittag wieder zurück in die Durlacher Heimat. Als Fussnote seien noch die herausragenden Leistungen anderer Karlsruher Athletinnen und Athleten hinzugefügt. Markus Görger wurde nicht weit hinter Richard Ringer und Aaron Bienenfeld Gesamtdritter (29:38min), Melina Wolf lief trotz der Hitze Bestzeit und auf den fünften Gesamtrang (33:46 min).

    Bildergalerie (von Philipp Löffler)

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  • Hitzeschlacht an der Alb

    Gestern, am Donnerstag dem 7.9.2023, fand der Stadtwerke-Lauf Karlsruhe statt. Um 17:30 ging es vom Hauptsitz des Energieversorgers in der Pfannkuchstraße auf eine 5 bzw. 10,2 km lange Strecke entlang der Alb. 15 Minuten vorher wurde bereits die Walking Veranstaltung gestartet. Auf beiden Hauptstrecken waren auch einige Athletinnen und Athleten der LSG am Start, mit zum Teil beachtlichen Leistungen.

    Über die lange Distanz erzielte Valerie Leppert einen tollen dritten Platz. Über 5 Kilometer war allein Erika Krüger am Start, die selbstverständlich ihre Ak gewann. Weitere LSGler am Start waren Björn Andersson, Heiko Nagel, Uwe Gericke, Udo Jobs, Thomas Dahlinger und Claudia Öhler-Hartmann. Bei Temperaturen von über 30 Grad am Start war es für die meisten klar, dass man hier nur über den Kampf ins Spiel finden würde, um diese etwas abgedroschene aber durchaus zutreffende Fußballerfloskel zu bemühen. Abgekämpft aber glücklich konnten sich die Läuferinnen und Läufer im Zielbereich dann mit kalten Getränken en masse belohnen, von denen man sich allerdings auch einige an der Streck gewünscht hätte.

    Eine spärlich besetzte Wasserverpflegung kurz vor km 6 war leider für viele zu wenig – Trotzdem ist der Stadtwerke-Lauf eine wirklich willkommene, schöne Spätsommer-Abwechslung unter der Woche, v.a. dann, wenn man nicht alleine sein Tempotraining absolvieren will.

    Bilder (von Ekkehard Gübel)

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